Wegmarke · Über mich
Der Kopf liest die Karte. Gegangen wird mit Herz und Hara.
Lange war ich überzeugt, dass analytisches Denken und die richtigen Modelle ausreichen. Beides ist wertvoll, und beides reicht nicht. Das hier ist die Geschichte dessen, was fehlte – und wie ich es selbst lernen musste.
Etappe 01 · Der Mensch
Wer da sitzt, wenn wir uns begegnen.
Jahrgang 1980, aufgewachsen im Rheinland in der Nähe von Koblenz. Heute lebe ich mit meiner Frau in Selm und arbeite seit fast zwei Jahrzehnten bei der Siemens AG, parallel zu meiner eigenen Praxis.
Das Eine informiert das Andere: Große Organisationen von innen zu kennen ist kein Widerspruch zur Begleitung von außen. Es ist der Grund, warum ich weiß, wovon ich rede.
Entwicklungsbegleiter · Coach · Trainer · N 51.6969° · O 7.4674°
Etappe 02 · Der Weg
Ich war ein Kopfmensch.
Und bin es in Teilen geblieben, zum Glück. Der Weg zu der Arbeit, die ich heute mache, führte allerdings über drei Stationen, die ich erst nacheinander verstanden habe.
Schärfe als Fundament.
Informatik, Systemdenken, Psychologie, integrale Theorie: Analytische Präzision ist meine Stärke. Muster erkennen, Komplexität durchdringen, Strukturen sichtbar machen. Darauf baut alles Weitere auf.
Was Präzision erst vollständig macht.
In der Begleitung von Menschen in komplexen Situationen wurde spürbar, was Analyse allein nicht leisten kann: Kontakt. Wer wirklich zuhört und in Resonanz geht, versteht anders. Beziehung ist für mich kein Zusatz zur Methode, sie ist die Methode.
Geerdet handeln, nicht nur denken.
Erkenntnis allein verändert nichts; es zählt, im richtigen Moment zu handeln, auch wenn der Kopf noch abwägt. Körperliche Praxis, Stille und die Schwertarbeit haben mir gezeigt, was Bodenhaftung bedeutet: Handeln selbst, präzise und aus der Mitte, statt Theorie über das Handeln.
Schärfe ohne Boden schneidet ins Leere.
Etappe 03 · Was ich glaube
Drei Überzeugungen tragen meine Arbeit.
- Führung entwickelt sich von innen. Die meisten Entwicklungsprogramme fügen Kompetenzen hinzu und lassen die innere Struktur unberührt: Verhalten ändert sich, die Perspektive bleibt dieselbe. Dauerhaft verändert sich nur, was sich innen verändert hat, also die mentalen Modelle, das Zentrum der Schwere, die Fähigkeit zu sehen. Dort setze ich an.
- Komplexität braucht Reife, keine neuen Tools. Jede neue Komplexitätsstufe in der Führung erfordert einen qualitativen Sprung in der Perspektive, keine weitere Methode. Vertikale Entwicklung ist darum auch keine Selbstoptimierung, sondern die Voraussetzung für wirksames Handeln in einer Welt, die sich nicht vereinfachen lässt.
- Kontext ist nie nur außen. Was als organisationales Problem erscheint, hat fast immer auch eine innere Dimension, und was wie eine persönliche Begrenzung aussieht, oft eine systemische Ursache. Deshalb arbeite ich über beide Ebenen.
Die Frage ist nicht „Was soll ich tun?“, sondern „Wer muss ich werden, um das navigieren zu können?“
Etappe 04 · Routenverlauf
Die Stationen, kurz notiert.
- 1980Geboren im Rheinland, aufgewachsen nahe Koblenz.
- 2006Diplom Computervisualistik, Universität Koblenz.
- 2007Einstieg bei der Siemens AG als Software-Entwickler.
- 2008Erste Begegnung mit Lean und organisationaler Transformation.
- 2018Abschluss Psychologie (berufsbegleitend) · Start freiberufliche Tätigkeit, seither zweigleisig neben Siemens AG · Mitgründung #agileKoblenz.
- 2021Buch: Roadmap durch die VUCA-Welt.
- 2025Collaborative Shaper bei Emergenzwerk.
Feldnotiz · Jenseits der Arbeit
Was mich sonst noch in Bewegung hält.
- Iaido. Duale Schwertarbeit – die Praxis, die mir den Zugang zu dem gab, was ich Hara nenne.
- Klavier. Mehr schlecht als recht, aber regelmäßig.
- Fußball. Hat mich geprägt, auch wenn ich nicht mehr aktiv spiele. Kaum irgendwo lernt man mehr über Teamdynamik.
- Lesen und Schreiben. Gehören zu meinem Alltag; Schreiben ist für mich eine Form des Denkens.
- Radfahren und Wandern. Am liebsten mit meiner Frau.
Letzte Etappe · Kontakt
Lern mich am besten im Gespräch kennen.
Du hast Fragen zu meinem Hintergrund, oder Du willst herausfinden, ob wir zusammenpassen? 30 Minuten, kostenlos und unverbindlich. Ich freue mich darauf.