Mindset

Mindset - Inspect & Adapt - Psychologie - Agilität

Wenn es irgendwo in der Zusammenarbeit hakt und knirscht, dann wird häufig das falsche oder gar das fehlende Mindset dafür verantwortlich gemacht. „Frau Müller hat einfach das falsche Mindset“ und „Herr Fritz hat einfach kein Mindset für diese Art von Zusammenarbeit“.

Aber Mindset ist ein sehr abstrakter Begriff, und wenn man genauer nachfragt, dann wird jeder für sich eine andere Definition für „Mindset“ haben. Und gibt es überhaupt so etwas wie „das falsche Mindset“? Und kann man auch überhaupt gar kein Mindset haben?

Fixed Mindset vs. Growth Mindset

Die Psychologieprofessorin Carol Dweck unterscheidet ganz grob zwei Arten von Mindset: Das Fixed Mindset und das Growth Mindset.

Das Fixed Mindset zeigt sich daran, dass man sich selbst und die Welt so hinnimmt wie sie ist. „Frau Müller ist halt immer schlecht gelaunt“ und „Herr Meier ist ein guter Mathematiker“ sind Aussagen, die zu diesem Mindset passend scheinen. Dabei werden immer die Eigenschaften in den Vordergrund gesetzt. „Ich bin halt, wie ich bin. Und ich werde mich auch nicht mehr großartig ändern“ oder „Das haben wir immer schon so gemacht“.

Diese Art von Mindset gibt Stabilität und Sicherheit. Aber es gibt auch spannende Studien, die zeigen, dass die Art und Weise, wie man Kinder lobt, Einfluss auf dieses Mindset haben. Und das Mindset wiederum bestimmt, ob man sich an schwierige und unbekannte Aufgaben heranwagt, oder ob man eher im gewohnten Umfeld tätig ist.

Dem gegenüber steht das Growth-Mindset, das – dem Namen entsprechend – einen Wachstum und eine Entwicklung suggeriert. Es zeichnet sich dadurch aus, dass alles als „im Fluß“ betrachtet wird. Was heute so ist, kann morgen schon ganz anders sein. Das bezieht sich sowohl auf die Welt, auf die Menschen um einen herum, aber auch auf sich selbst.

Eine spannende Geschichte, die noch ein paar Eigenschaften der beiden unterschiedlichen Ausrichtungen des Mindset zeigt, ist hier nachzulesen.